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Das Projekt 'german-immigrants.com'


Die bisherigen Ausführungen zeigen, dass zwar Teilregionen und Einzelschicksale näher beleuchtet wurden, eine tiefergehende, wissenschaftlich und statistisch belastbare Studie zur Auswanderung aus der Region Emsland/Grafschaft Bentheim jedoch weiterhin ein Desideratum ist. An dieser Stelle setzt das Projekt 'german-immigrants.com' unseres Vorstandsmitgliedes Martin Koers ein, das seit Juni 2010 im Internet zur Verfügung steht. Basierend auf der sukzessiven Erfassung und Auswertung von Auswandererlisten des Staatsarchives Osnabrück, Kirchenbüchern, Passagierlisten, regionalen Archivbeständen und Publikationen sowie im Internet verfügbaren Datenbanken entsteht nach und nach eine kostenfrei nutzbare Datenbank mit Lebensdaten von zur Zeit 17.000 Auswanderern.

Falls vorhanden, werden auch die biografischen Grunddaten der Eltern des jeweiligen Auswanderers erfasst, sodass ein Anschluss an andere Online-Datenbankprojekte zumindest theoretisch möglich wird. Auf der anderen Seite werden, zur Zeit jedoch nur in Einzelfällen, der Verbleib des entsprechenden Auswanderers und seiner eventuellen Nachkommen über die US-amerikanischen Quellen weiterverfolgt, insbesondere über die Volkszählungen. Eingebettet ist diese Datenbank in eine Website, die weitere Informationen zur Thematik bereithält, wie z.B. eine stetig wachsende Sammlung von Bildmaterialien, Karten, Presseberichten, bibliografischen Hinweisen und weiterführenden Links.

Seit der Erstveröffentlichung greifen im Schnitt 3.000 Besucher monatlich auf die Internetseite zu, von denen mehr als 50 % aus dem englischsprachigen Raum stammen. Sowohl von deutscher als auch von US-amerikanischer Seite gehen wöchentlich Ergänzungen und weitere Informationen für das Projekt ein, zum Beispiel in Form von Fotografien, Auswandererbriefen, Schiffslisten und anderen Dokumenten. Auf diese Weise trägt das Projekt 'german-immigrants.com' dazu bei, an der Thematik Interessierten auf beiden Seiten des Atlantiks die Forschung und die erstmalige oder erneute Kontaktaufnahme mit eventuellen ‚distant cousins’ zu ermöglichen.

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