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Informationen hierzu finden sich in amtlichen Dokumenten und anderen Schriftstücken, die z.B. in den Staatsarchiven Osnabrück und Münster aufbewahrt werden. Als entsprechende Quellen zu nennen sind unter anderem:
Steuer- und Untertanenlisten (Schatzregister, Kopfsteuerbeschreibungen, Türkensteuer),
Abgabelisten (Geld-, Korn-, Zehnt-, Zins-, Dienstregister),
Amtsbücher, Wechselbücher,
Militärquellen (Listen der Wehrpflichtigen, Musterrollen, Gefallenenlisten),
Eheverträge (Eheabredungen, Ehestiftungen),
Vormundschaften und Todeserklärungen,
Nachlassakten (Testamente, Erbscheine),
Währungs- u. Hypothekenprotokolle,
Notariatsprotokolle,
Prozess- und Gerichtsakten, Brüchtenregister,
Brandkataster / Brandversicherungsregister,
Vermessungsregister, Lagebücher,
Volkszählungen, Bevölkerungsaufnahmen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für umfassende Recherchen immer mehrere Archive aufzusuchen sind: neben den genannten Staatsarchiven in Osnabrück und Münster auch die Bistums- bzw. Diözesanarchive in beiden Städten sowie ggf. auch noch das Fürstliche Archiv in Burgsteinfurt.

Die Auswertung von Quellen jenseits der Kirchenbücher kann einerseits der Ergänzung der bereits ermittelten Lebensdaten dienen und das Leben der Vorfahren detaillierter beleuchten. Andererseits wird es so möglich, die Familiengeschichte auch in die Zeit vor der Kirchenbuchüberlieferung (ab 1612) hinaus auszudehnen und, bei entsprechender Quellenlage, sogar bis in das 14. oder 15. Jahrhundert vorzudringen.

„Die meisten Menschen wären empört, würde man ihnen sagen, ihr Vater sei ein Gauner gewesen. Sie wären aber eher stolz, wenn sie erführen, dass ihr Urgroßvater Seeräuber war.“ (Christian Friedrich Hebel, 1813-1863)

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